Wir sind umgezogen!

Montag, 26. März 2007

Psychodynamisch eindrucksvoll verdichtete Erinnerungsprozesse

Vielleicht wird diese Veranstaltung ja unheimlich toll. Aber wenn ich mir die Vorakündigung durchlese, frage ich mir vor allem, ob die sie noch alle haben und was der Namensgeber ihres Institutes wohl zu Sätzen wie diesen gesagt hätte:

In "der Darstellung dieser Vermittlungsversuche (konstellieren sich) ebenfalls unbewußte "Szenen", in denen individuelle wie kollektive Erinnerungsprozesse psychodynamisch eindrucksvoll verdichtet sind. In unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen bilden Erfahrung, Erinnerung und Bedeutung der Shoah Schnittlinien von Kontroversen und von Positionierungen (mit "Positionierungen" ist u. a. die Bedeutung der Kategorien gender/“race“/class gemeint). Zugehörigkeiten zu Mehrheiten und zu Minderheiten innerhalb der deutschen Bevölkerung können sich ebenso auf die jeweiligen Blickrichtungen auswirken, wie Überzeugungen über Einwanderung und soziale Integration explizit oder implizit Bezug auf die Shoah nehmen. Auch im Hinblick auf die jüdisch-israelische Gesellschaft und den israelisch-palästinensischen Konflikt ist die Erinnerung der Shoah aus den jeweiligen Perspektiven von spezifischer Bedeutung. Der Nahost-Konflikt kann im hiesigen deutschen Diskurs "eingesetzt" werden, um latente Bedeutungen der eigenen Geschichte einzubringen. Die Analyse solcher Diskurse stellt für unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen eine große Herausforderung dar.

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