Wir sind umgezogen!

Dienstag, 27. März 2007

Die Zerstörer des Westens

Als die alten Griechen, deren Kultur übrigens nicht nur auf die frühgriechischen Kulturen der Minoer und der Mykener basierte, sondern u. a. auch auf Errungenschaften orientalischer Hochkulturen wie etwa den Sumerern, die übrigens im heutigen Irak beheimatet waren, quasi im Zusammenspiel mit den fortsetzenden Römern unsere abendländische Kultur erstmals vorantrieben, haben sie sicher nicht geahnt, dass 2000 Jahre später einige Herrschaften drauf und dran sind, den Westen erfolgreich zu zerstören. Weder die von ihnen so gefürchteten Perser bzw. Parther (vielleicht ja doch noch, weil der Westen diese doch so nett zum Atomkaffeekränzchen begrüßt), noch irgendwelche Völker aus dem Osten, sondern, und da werden Perikles und Julius Cäsar vom Heroenhimmel aus nur so mit dem Kopf schütteln, Mitglieder des Westens selbst.

Wer sind nun jene innerparteilichen Harakiri-Fanaten, die teils unabsichtlich, teils absichtlich, ihre eigene Zivilisation gen Abgrund führen?

Es sind erstens jene, die von Geschichte und Kultur keine Ahnung besitzen. Es sind jene, deren Weitsicht nicht ausreicht – und da endet, wo man sie enden lassen will, um das eigene begrenzte Weltbild zu rechtfertigen und nicht zu zerstören. Es ist sind jene, die gleichzeitig unser jahrtausendelang aufgebautes Wertesystem in vollen Zügen genießen, es aber durch ihre Stupidität zunichte machen wollen, weil sie es nicht besser wissen.

Sie befinden sich in allen politischen Lagern, aus allen Gesellschaftsschichten, sowohl links als auch rechts. Sie haben aus unerfindlichen Gründen einen enormen Selbsthass auf sich und ihre Lebenswelt aufgebaut. Der Sündenbock mangels Wissens, wenn sonst nichts herhalten kann, ist immer der Westen selbst. Wie die Selbstgeißelungszüge im Mittelalter stehen sie da, schlagen sich entweder emotional selbst, oder suchen in einem neuen Rassismus die Schuld bei den USA, die es einst wagten uns zu befreien, und dies – übrigens bereits wissenschaftlich untersucht – der Startschuss für einen wachsenden Antiamerikanismus war, und natürlich, wie sollte es anders sein, Israel, das historisch gewachsen mental im Westen angesiedelt wird. Ihr Meinungsbild ist undifferenziert, verblendet und hält sich mit Scheuklappen zusammen, denn: Es darf nur sein, was sein darf, und alles, was nicht sein darf, darf auch nicht sein.

Irgendwann sind dann bei jenen alle Sicherungen durchgebrannt. Nur der Westen kann schuld sein am Leid der Welt. Nur der Westen kann Verbrechen begehen. Nicht Russland, nicht China, nicht Saddam, nicht Milosevic, nicht die Terroristen (die armen Widerstandskämpfer, nicht?). Irgendwann wurden sie auch schon so verrückt, vom Westen verlangen, sich von feindlichen Kräften zerbomben zu lassen. Die armen Dikatoren solle man schön in Ruhe lassen, die Hamas und Hisbollah sollen uns schön zubomben, die Terroristen sollen uns schön die Städte wegbomben, in Afghanistan sollen die Terroristen weiterhin ungestört neue Angriffspläne schmieden, Terroristen produzieren und die Taliban weiter : Aber wehe, wenn sich der Westen wehren würde! Nicht verteidigen! Der Aggressor scheint immer der Westen zu sein, selbst wenn er sich nur wie jeder Bedrohte und Angegriffene verteidigen würde.
Der Angegriffene wird schnell zum Täter, der Angreifer zum Opfer stilisiert. Jenen Menschen ist die grundlegende geistige Fähigkeit, Ursache und Wirkung zu analysieren, völlig abhanden gekommen.

Der 11. September bedeutete eine neue Zäsur. Amerika war traumatisiert, handelte zuerst mit Afghanistan richtig (obwohl es noch immer einige lustige Kerlchen gibt, die Al Kaida und Taliban indirekt in Schutz nehmen, indem sie Afghanistan mit dem Irak gleichstellen), Bush und seine Riege ebenfalls traumatisiert, handelte ab dann recht falsch und machte viele Fehler. Gut. Das muss man kritisieren.

Doch oben beschriebene Irrlichter benutzen diese USA-kritische Phase, um ihren abscheulichen und perversen Westen-Hass endgültig ins Extremistische, ganz nahe an radikal-fundamentalistische Terroristen zu führen. Wie schon beschrieben: Nicht wenige im Westen halten Terroranschläge durchgeknallter Islamisten für einen Befreiungskampf. Wie viele über den misslungenen Anschlag auf Cheney in Afghanistan trauerten, währenddessen einige unschuldige Menschen dabei starben, möchte man gar nicht wissen.
Alles, was Amerika sagt, was der Westen macht, ist falsch und muss falsch sein.
Da kann Ahmadinedschad noch so den Holocaust leugnen, mit der Auslöschung Israels drohen – Der Selbsthass macht diese Menschen für wahre Gefahren blind, folglich reiben sich Bin Laden und Co. über diese Hanseln die Hände und freuen sich über diese Kooperation.

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