...finden Personen, die gerne "alternativ" sein wollen, die Kafiya, also diesen schwarzweiss gemusterten Lappen, den auch Jassir Arafat so gerne auf dem Kopf trug.
Das vom Hitler-Freund Amin al-Husseini zum Symbol des Widerstandes gegen die jüdische Besiedlung des "Heiligen Landes" erkorene Tuch, zusammen mit einem alten Armeeparka, einem Ché-Button und weiteren coolen Accessoires ergibt das Outfit eines typischen "Linksalternativen" Möchtegernquerdenkers. Die Herkunft des Lappens ist den meisten Leuten, die ihn tragen natürlich nicht bewusst, was für diese angeblich so kritischen Geister natürlich ein echtes Armutszeugnis ist.
Als ich in größerer Runde mal äußerte, dass es sich bei dem Tuch um die arabische Version der Hakenkreuzbinde handle, da kamen empörte Äußerungen von allen Seiten, auch von Leuten die nie eine Kafiya getragen haben und wahrscheinlich nie tragen werden. Nach meinem Hinweis auf den Großmufti und seine SS-Begeisterung, war die Empörung zwar nicht mehr so groß, aber "heute steht das ja für was ganz anderes" war dennoch Konsens. So viel Rücksicht könnte die Reichskriegsflagge (zum Glück) nicht erwarten.
Was aber eigentlich nachdenklich stimmen sollte, ist die Tatsache, dass die Nazis heute auch mit Ché-Buttons und Palituch aufmarschieren und die Linken, die sich immer noch mit diesem Nippes schmücken, sich daran überhaupt nicht zu stören scheinen. Peinlich genug für Rechts wie Links, dass die einen sich jahrelang mit den Insignien der Antidemokraten behängt haben und die anderen erst jetzt merken, dass das ja auch ganz gut in ihr eigenes Programm passt. Und alle Welt ist erstaunt über die Tatsache, dass sich Nationalsozialisten nun auch wieder auf den zweiten Teil der Bezeichnung ihrer Bewegung berufen.
Hinweise auf diese einende Wirkung des Sozialismus der beiden Bewegungen, werden von Linken vielfach als "Schwingen der Nazikeule" abgetan, einer beliebten Behauptung, wenn man dem anderen einfach nur sinnlose Lust am Diffamieren unterstellen möchte und auf eine Diskussion dieses Problems keinen Wert legt. Ähnlichkeiten heutiger linker Standpunkte mit nationalsozialistischen Standpunkten, werden grundsätzlich als Unsinn abgetan, da sich das Dogma vom Linken, der keine rechten Positionen vertreten kann, weil er eben links ist, bis heute gut gehalten hat.
In anderen Ländern ist man da sehr viel flexibler. So regiert in der Slowakei eine Koalition aus Sozialisten, Nationalisten und Nationalsozialisten - natürlich wurde das kritisiert, aber einige Linke fanden sich dann doch, die diesen Umstand tapfer verteidigten. Die Einheit von Nationalismus und Kommunismus wurde übrigens bereits von Kim Jong Il beschworen.
Diese großen "Querdenker", die sich nach wie vor mit den Symbolen des Sozialismus behängen, in erster Reihe gegen alles demonstrieren, was nicht niet- und nagelfest ist, die all die schönen Phrasen von damals dreschen, gegen die Nazis nur die Faust in die Luft strecken, Verständnis für Alles und Jeden heucheln (außer den üblichen Feindbildern) und sich selber als "Antifaschisten" bezeichnen, obwohl das für jeden echten Demokraten nur eine unnötige Tautologie darstellen würde, die scheint das alles nicht zu interessieren. Man macht weiter wie bisher, während sich die Welt um die Genossen herum einfach weiter dreht und keine Rücksicht auf sie nimmt. Das sozialistische Pathos verschafft einem ein ruhiges Gewissen, man meint auf der richtigen Seite zu stehen. Gulag, "Antifaschistischer Schutzwall", Stasi und Nordkorea, all diese Ergebnisse sozialistischer Gesellschaftsexperimente scheinen scheinen keinen Anlass zu einer gründlichen Reflexion zu geben.
Mit alldem zeigen die vermeintlichen "kritischen Geister" und Revoluzzer, dass sie inzwischen zu einer nachblökenden und treudoof folgenden Herde geworden sind. Man kann es sich eben auch gemütlich machen, indem man sich selber belügt.