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Dienstag, 7. November 2006

Streit um ein Kloster

Das David-Gareja-Klosterareal besitzt Freskos aus dem Hochmittelalter und bildet eines der eindrucksvollsten Landschaftsmerkmale im Südkaukasus. Geographisch befindet es sich zum Teil auf georgischem, zum Teil auf aserbeidschanischem Gebiet. Und da liegt die Crux.

Als die Sowjetunion die Grenzen zwischen beiden Teilrepubliken festlegte, wurde der Klosterkomplex geteilt. Das müsste kein Problem sein, wenn nicht unglücklicherweise beide Staaten – Georgien wie Aserbeidschan – zur selben Zeit den strategischen Wert der Anlage erkannt hätten:

"From the military point of view, this position has importance for both countries," said Uzeir Jafarov, an independent Azerbaijani military expert in Baku and a retired colonel. "Theoretically, in the case of military conflict, the side which enjoys control over these heights will get a big advantage."


Ein Mitglied des georgischen Parlamentes behauptet, dass man die Grenze neu ziehen könne, so wie man das in einem ähnlichen Fall mit Armenien getan habe. Dabei war es ebenfalls um ein Kloster gegangen. Allerdings bestreitet das georgische Aussenministerium, dass es jemals eine Grenzänderung gegeben habe.

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