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Dienstag, 7. November 2006

Prostitution: Grüne fordern Gütesiegel für Bordelle

Die Welt

Mit einem Gütesiegel für Bordelle wollen die Hamburger Grünen gegen Zwangsprostitution vorgehen. Wie ein TÜV-Stempel solle das Zertifikat nur an die Etablissements vergeben werden, in denen Frauen nicht in einem Zwangsverhältnis stünden und ordnungsgemäß gemeldet seien.

[...] Der Vorstoß der GAL steht im Zusammenhang mit einem derzeit auf Bundesebene diskutierten Gesetzentwurf, der wissentlichen Sex mit Zwangsprostituierten mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestrafen soll. „Die von uns angedachte Zertifizierung hat den Vorteil, dass Freier erkennen können, wo sie hingehen“, sagte Lappe. Dann sei es auch leichter nachweisbar, ob jemand gegen das geplante Gesetz verstoßen habe. Bislang ist Geschlechtsverkehr mit Zwangsprostituierten in Deutschland straffrei.

Schlimm genug, daß dieser unfaßbare Mißstand erst jetzt geändert wird. Aber mit ihrem Vorstoß zielt die GAL am wirklichen Problem vorbei. So sinnvoll es sicher ist, auch die "Freier" (sprich Vergewaltiger), die wissentlich mit einer "Zwangsprostituierten" (sprich mit dem Vergewaltigungsopfer) Sex haben (sprich sie vergewaltigen), endlich so zu bestrafen, wie man das mit Vergewaltigern (sprich Folterknechten) ohnehin tun sollte, so hochgradig schwachsinnig ist es, jene "Etablissements" (sprich Vergewaltigungslager), die laut dem eigenen Gesetz gegen Zwangsprostitution ja eigentlich gar keine legale Kundschaft mehr haben dürften, durch Vorenthalten eines offiziellen Gütesiegels indirekt zu legalisieren, und die Entscheidung über die Zulässigkeit einer Vergewaltigung den potentiellen Tätern statt dem Gesetzgeber zu überlassen.

Hier handelt es sich nicht um Kinderkram wie Glücksspiel oder Drogensucht, mit denen sich die Menschen, was ihr gutes Recht ist, selbst zerstören, sondern um "Körperverletzung" (sprich brutalste Folterungen) an tausenden von Opfern. Wenn §1 und §2 des Grundgesetzes irgendeine nennenswerte Bedeutung über das bedruckte Papier hinaus haben, dann ist hier nicht der TÜV mit dem "Roten Engel" gefordert, sondern das SEK, welches die ganze Sklavenhändlerbande hops nimmt, sowie ein gnadenloser Richter, der die Überlebenden für die nächsten 20 oder 30 Jahre auf die Teufelsinsel Steineklopfen schickt. Es wäre nett, wenn auch die auf das Strafrecht traditionell eher allergisch reagierenden Hamburger Grünen begreifen, daß die weiche Welle bei grauenvollen Verbrechen diesen Ausmaßes völlig unangebracht ist.

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