Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 1. November 2006

Neues aus Nordkorea

Drei Wochen nach dem unterirdischen Test einer Atombombe hat Nordkorea seine Bereitschaft zur Rückkehr an den Verhandlungstisch bestätigt.

Ich bin wieder da - ich bin wieder weg. Irgendwie erinnert mich das an einen Politiker in Österreich.

Pjöngjang werde die Sechs-Nationen-Gespräche wieder aufnehmen unter der Bedingung, dass auch über eine Aufhebung der US-Finanzsanktionen gesprochen werde, hieß es heute in einer Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums.

Ach und gewiss wird Pjöngjang am Verhandlungstisch bleiben, wenn das böse Amerika dem armen Diktator Kim wieder Lachs und Kaviar serviert, während gleichzeitig das Volk zu 100.000nden verhungert.

Und gewiss wird Nordkorea sein Atomprogramm aufgeben. Wer's glaubt,wird selig.

Der Durchbruch war am Vortag bei einem Treffen des US-Unterhändlers Christopher Hill mit dem nordkoreanischen Verhandlungsführer in Peking erzielt worden. Nach US-Angaben sollen die Gespräche nun in den kommenden Wochen wieder aufgenommen werden.

Erschreckend, dass die Not im Irakkrieg Amerika offensichtlich dazu treibt, genau so wie Europa gegenüber einem Massenmörder Appeasementpolitik zu betreiben.

In der von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur verbreiteten Erklärung bezeichnete Pjöngjang den Atomwaffentest als "Maßnahme zur Selbstverteidigung" gegen die täglich wachsende nukleare und finanzielle Bedrohung durch die USA.

Andererseits ist es schon erstaunlich, mit welch lächerlichen Begründungen man Amerika die Schuld geben kann.

Hat nicht einst Kims Papa schon von der Waffe der Waffen geträumt?

Es werden also weiterhin tagtäglich tausende Menschen in Nordkorea sterben müssen, sei es bei Hinrichtungen, sei es durch das weitere Verhungern (derzeitiger Stand: 2.000.000 Menschen verhungert), sei es in Konzentrationslagern, wo Kranke, Alte und alle Menschen, die Kim aus irgendwelchen Gründen "nicht benötigt", gefangengehalten, und diese dort laut den Berichten von Überläufern gefoltert und bis zum Tode gemartert werden.

Heute ist Allerheiligen. Es wäre auch einmal an der Zeit, jenen Toten in Nordkorea zu gedenken, die auch die Appeasementpolitik auf dem Gewissen hat.

Benutzte Quelle: www.orf.at

Philip Steiner - Liberal in Österreich

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