Wir sind umgezogen!

Donnerstag, 2. November 2006

Der Iran führt Krieg im Libanon

Die Welt war außer sich. Was fiel den Israelis auch ein, sich militärisch gegen eine Bande von mittelalterlichen Eiferern zu wehren, die doch lediglich ein paar mit Metallschrott gefüllten Schrapnell-Raketen auf zionistische Besatzer abfeuerten. Und dann noch die zwei entführten Soldaten - was stellen sich die Israelis denn so an?

Gegen einen souveränen Staat Krieg zu führen wurde in der "differenzierenden" Presse als unfassbarer Akt dargestellt, den man eigentlich mit keiner Boshaftigkeit übertreffen kann. Leider fangen die meisten Journalisten erst mit dieser Art von Differenzierungen an, wenn Israel oder die USA beteiligt sind. In anderen Fällen verzichtet man darauf und legt ganz andere Maßstäbe an und genau das passiert nun wieder.

Scheinbar versucht nämlich der Iran mit Hilfe seiner fünften Kolonne im Libanon, der großen humanitären Hilfstruppe Hisbollah, die aktuelle libanesische Regierung zu destabilisieren, um sie dann zu übernehmen.
"Um die Umsturzpläne voranzutreiben, hat es nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste [...] bereits im September ein geheimes Treffen im Libanon gegeben. Beteiligt daran: hochrangige iranische Vertreter der Revolutionären Garden und des Geheimdienstes, der Befehlshaber der iranischen Jerusalem-Brigade, Kassim Suleimani, der Kommandeur der libanesischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpour, sowie Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah.

[...]

Teheran verfolgt nach Einschätzung der Geheimdienste eine Doppelstrategie: Demnach soll die Hisbollah so aufgerüstet werden, dass sie dauerhaft Israel schwächen kann. [...] Hardliner wollten ethnische Spannungen zwischen Schiiten, Sunniten, Drusen und Christen schüren, heißt es. Andere wollen nicht schiitische Politiker im Libanon gegen die westlich orientierten in Stellung bringen, wie Michel Aoun etwa. Der Iran besitze jedenfalls weiterhin, so das Fazit der Dienste, ein bedrohliches Potenzial im Libanon."
Da dieser Krieg aber im Verborgenen vor sich geht und die Auswirkungen noch nicht erkennbar sind, die Araber nicht mit den Maßstäben gemessen werden, die man an Israelis oder Amerikaner anlegt, scheint das alles nicht so wichtig sein. Der Gerechtigkeitssinn wird höchstwahrscheinlich erst dann wieder aus der Schublade gekramt, wenn die Israelis wieder in der Lage sind, dass sie sich militärisch gegen die Handlanger der Mullahs wehren müssen. Das ist für die Medien aber auch viel bequemer, denn bei der jetzigen Art des Krieges gibt es keinen Typen mit grünem Helm, der den "Journalisten" zerfetzte Babyleichen entgegenhält und so die "großen Emotionen" zu erzeugen hilft.

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