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Donnerstag, 2. November 2006

Black & White World III

Die politischen Karikaturisten John Cox und Alan Forkum erfreuen sich innerhalb der prowestlichen Bloggerszene nicht nur aufgrund der Qualität ihrer Arbeiten großer Beliebtheit, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass ihre regelmäßig im Internet veröffentlichten Karikaturen von Blogs kostenfrei übernommen werden dürfen. Cox und Forkum veröffentlichen allerdings nicht nur im Internet oder in Zeitschriften, sondern bieten ihren Fans auch die Möglichkeit, sich Bücher mit ihren Karikaturen zu kaufen. In diesen Tagen kommt jetzt ihr neuestes Werk mit dem Titel Black & White World III auf den Markt, dieses Mal mit dem besonderen Bonbon einer Einführung durch Mark Steyn. Wer etwas mehr über den ideologischen Hintergrund der beiden Amerikaner erfahren möchte, kann auf ein Interview mit dem CapitalismMagazine.com aus dem Jahr 2004 zurückgreifen, das von Dean Esmay geführt wurde. Forkum gibt sich in dem Interview als Objektivisten zu erkennen, der seine Inspiration aus Ayn Rands Philosophie bezieht:

"Ich sage 'inspiriert vom...', weil ich deutlich machen möchte, dass wir nicht versuchen, für den Objektivismus zu sprechen. Lesen Sie dafür die brillianten Bücher von Ayn Rand. Sie unterstützte, unter anderem, Vernunft, Individualismus, Säkularismus, individuelle Rechte und freie Märkte. Die Cartoons sind immer aus dieser Perspektive gezeichnet. Ich bin also buchstäblich inspiriert vom Objektivismus, inspiriert gegen den heutigen Irrationalismus zu sprechen, ob er von den Linken kommt, den Konservativen oder den Liberalen."

Forkum bestätigte, dass der Objektivismus "rigid" ist im moralischen Sinn:

"Der Objektivismus ist Stahl verglichen mit dem heutigen gummiartigen moralischen Relativismus."

Cox und Forkum gehörten auch zu den Unterstützern des Krieges gegen den Irak:

"Objektivisten sind keine Libertären ("libertarians"), nicht wenn sie Ayn Rands Ideen konsequent folgen. Sie verwarf den 'libertarianism' explizit als Anarchismus, und heute ist es noch klarer, warum sie es tat. Bekannte libertäre Organisationen lehnten den Krieg gegen den Irak als lästige Staatsintervention ab, als ob jedes staatliche Handeln an sich schlecht wäre. Der Objektivismus geht jedoch davon aus, dass der Staat wesentlich ist für eine gerechte Gesellschaft, aber begrenzt sein muss auf den Schutz der individuellen Rechte. Solch ein Schutz involviert manchmal eine Auslandsintervention, so wie die Kriegführung gegen feindselige Staaten. Objektivisten können unterschiedlicher Meinung sein über militärische Prioriäten, wie die Frage, ob der Irak vor dem Iran hätte kommen sollen, aber niemand, den ich kenne, war im Prinzip gegen Krieg. Ich empfehle die Lektüre der Veröffentlichungen des Ayn Rand Institute zur weiteren Information."

Dean Esmay befragt Cox und Forkum auch zu ihrer deutlichen pro-Israel-Haltung:

"Unser Standpunkt ist, dass Israel, als ein freies Land, das Recht hat, sich militärisch gegen Terroristen zu verteidigen, wie es auch die USA tun. Israel wird gehasst von seinen Feinden- sowohl im Nahen Osten als auch im Westen- aus einer Anzahl von Gründen, ein nicht unwesentlicher davon ist der Anti-Semitismus. Aber ich denke, der primäre Grund ist etwas, was Ayn Rand 'den Hass auf das Gute, weil es gut ist' nannte. "

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