Wir sind umgezogen!

Dienstag, 14. November 2006

Avnery redet Stuss!

Die Geschichte beweist, dass bestimmte Lügen nicht durch Argumente zu entkräftigen sind. Die Katholiken hatten ihre "Konstantinische Schenkung", die Nazis ihre "Dolchstoßlegende" und die Feinde Israels installieren ein Massaker nach dem anderen. Das "Jenin-Massaker", das sogar von der UNO, die sonst keine Gelegenheit auslässt, um den Judenstaat eins reinzuwürgen, nicht mehr als solches bezeichnet wird und nun das "Massaker" von Beit Hanun. Massaker, die außerhalb der Autonomiegebiete an Palästinensern verübt worden sind, interessieren dabei nicht, denn da haben ja keine Juden mitgemacht.

Die linksnationale Zeitung "Junge Welt" steht meistens in der ersten Reihe derer, die mit einem Finger auf Israel zeigen und mit einem anderen die göttliche Moral beschwören. Zu diesem Zweck verwendet man gerne einen Alibijuden, das hat sich bei den Linken ebenso eingebürgert, wie bei den Rechten und die entsprechenden Personen sind austauschbar. Neben Norman Finkelstein ist Uri Avnery dabei besonders beliebt. Der letztere durfte bei der "Jungen Welt" nun einmal wieder seine verqueren Gedanken präsentieren.

Der hauptberufliche "Friedensaktivist", der 2003 der Welt auch seine Fähigkeiten als menschlicher Schutzschild für den Intifadapaten Arafat demonstrierte, fasst die Ereignisse in der Überschrift "Es war ein Massaker" zusammen. Avnery meint:
"Es war tatsächlich ein Unglück, eine Tragödie und ein Unfall. Aber vor allem war es ein Massaker, ein M-a-s-s-a-k-e-r."
Eigentlich reicht dieser Satz aus, um dem Leser zu zeigen, dass Avnery keine Ahnung hat, wovon er eigentlich spricht. Wie ich bereits anhand der Brockhausdefinition des Wörtchens gezeigt habe, kann ein Massaker nicht gleichzeitig ein Unfall sein. Das diese Argumentation totaler Unsinn ist, stört aber keinen, denn der Zweck der falschen Beschuldigung ist erfüllt. Auch seine spinnerte Idee, ein Unglücksfall wäre nur dann ein Unglücksfall, wenn niemand für ihn verantwortlich ist, ist natürlich völliger Quatsch.

Danach verweist der liebe Uri noch darauf, dass im letzten Jahr bei "hunderten von Angriffen" mit Kassam-Raketen auf Israel nur ein Mensch getötet worden sei. Bei dem israelischen Granatenangriff aber 18 auf einen Streich. Das zeige doch, wie unverhältnismäßig die Israelis reagiert hätten.

Herr Avnery: Die Hamas benutzt diese "primitiven" Raketen nicht deshalb, weil sie den Israelis nicht so viel Schaden zufügen will, sondern weil sie zur Zeit nichts besseres hat. Meinen Sie ernsthaft, die Hamas würde nicht auch mit Megatonnenbomben angreifen, wenn sie denn welche hätte? Sollen die Israelis jetzt mit Steinschleudern zurückschießen, weil ihre Feinde schlechter ausgerüstet sind?

Alles in allem handelt es sich bei Uri Avnerys "Anklage" nur um einen weiteren, ziemlich schäbigen Versuch, Israel pure Mordlust und den palästinensischen Terrorgruppen einen verzweifelten Kampf gegen einen vermeintlichen Goliath zu unterstellen. Die Organisation, deren erklärtes Ziel es nun einmal ist, Israel zu vernichten, soll als harmlose Truppe von unterdrückten Verrückten dargestellt werden, die Juden dagegen als notorische Mörder.

Der Text könnte so, wie er in der "Jungen Welt" erschienen ist auch im rechtsradikalen "Störtebekernetz" stehen. Wem das nicht zu denken gibt, dem ist nicht mehr zu helfen!

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